Dieser Ratgeber erklärt den kompletten Ablauf vom Aufmaß bis zur Montage, die technischen Voraussetzungen und die Kosten — mit bestätigten Preisspannen statt Schätzwerten.
Ein Wintergarten als Anbau schafft zusätzlichen Wohnraum, ohne den Grundriss des Hauses anzutasten: Die Hauswand bleibt tragend, der Glasanbau setzt davor an und öffnet das Wohnzimmer zum Garten. Die häufigste Bauform ist das Pultdach, das mit leichtem Gefälle von der Fassade wegführt und Regenwasser sauber ableitet. Große Glasflächen und Schiebetüren machen den Übergang zwischen Wohnraum und Garten fließend.
Zur Abgrenzung: Wer nur ein Dach ohne Wände sucht, ist bei der Terrassenüberdachung richtig. Und ein freistehender Wintergarten im Garten ist ein Sonderfall mit eigener Statik und eigenem Fundament — die Regel ist der direkt angebaute Wintergarten, um den es hier geht.

Vor der Planung steht die Grundsatzfrage der Ausbaustufe. Ein unbeheizter Anbau — als Sommergarten oder Kaltwintergarten — schützt vor Wind und Regen, verlängert die Gartensaison von Frühjahr bis Herbst und eignet sich für die Überwinterung von Pflanzen. Er kommt mit einfacher Verglasung und ohne Dämmung aus, deshalb ist er die günstigste Stufe.
Ein Warmwintergarten ist dagegen echter, ganzjährig beheizter Wohnraum: thermisch getrennte Profile, Wärmeschutzverglasung, gedämmter Anschluss an die Fassade und ein Konzept für Heizung und Belüftung. Diese Dämmung zieht sich durch jedes Bauteil und erklärt den Preisunterschied zwischen den Stufen. Welche Stufe zu Ihrem Vorhaben passt, hängt an der geplanten Nutzung — Hobbyraum und Pflanzenquartier brauchen keinen Warmwintergarten, ein erweitertes Wohnzimmer schon.
Wie Lieferung und Montage im Detail organisiert sind, steht auf der Seite zu Lieferung und Montage in Deutschland.
Jeder ebenerdige Anbau braucht ein frostfrei gegründetes Fundament — je nach Region rund 80 Zentimeter tief, ausgeführt als Bodenplatte, Streifen- oder Punktfundament. Eine bestehende Terrassenplatte reicht nur, wenn sie tragfähig und frostfrei gegründet ist; das klärt die statische Prüfung beim Aufmaß. Beim Warmwintergarten kommt die Dämmung der Bodenplatte hinzu.
Der zweite kritische Punkt ist der Wandanschluss: Dort, wo der Wintergarten auf die Fassade trifft, müssen Anschlussprofil und Abdichtung dauerhaft dicht sein — die häufigste Fehlerquelle bei Anbauten in Eigenregie. Die Statik der Konstruktion selbst richtet sich nach der Schneelast- und Windlastzone Ihres Standorts.
Schon in der Planung mitdenken: Belüftung gegen Kondenswasser und eine Beschattung gegen sommerliche Hitze — beides lässt sich nachträglich nur mit Mehraufwand ergänzen.
Das hängt von Bundesland und Ausbaustufe ab. Ein unbeheizter Sommergarten unter30 m² ist in vielen Landesbauordnungen verfahrensfrei. Ein beheizter Wohnwintergarten ist dagegen praktisch immer genehmigungspflichtig: Er schafft Wohnraum, verändert die Kubatur des Gebäudes und berührt die Wärmedämm-Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (früher EnEV). Auch Grenzabstände zum Nachbarn — meist 3 Meter — setzt die Landesbauordnung.
Für den Antrag gilt bei unserem Partnerbetrieb: Wir liefern Zeichnung und statische Unterlagen; den Bauantrag stellen Sie bei Ihrer Gemeinde. Verbindliche Auskunft für Ihren Standort gibt in jedem Fall das örtliche Bauamt — Details und die Regelungen der Bundesländer im Ratgeber zur Baugenehmigung.
| Ausbaustufe | Preis über unser Netzwerk | Deutscher Markt |
|---|---|---|
| Sommergarten (Basis) | 350 – 620 €/m² | 500 – 900 €/m² |
| Sommergarten (Premium) | 820 – 1050 €/m² | 1200 – 1500 €/m² |
| Wohnwintergarten (beheizt) | 1700 – 2800 €/m² | 2500 – 4000 €/m² |
Alle Netzwerk-Preise komplett geliefert und montiert. Vergleichswerte deutscher Markt nach Bundesverband Wintergarten und aroundhome.
Ein Rechenbeispiel: Ein 20 m² großer Wohnwintergarten liegt damit bei ca. 34.000 bis 56.000 € über unser Netzwerk, gegenüber ca. 50.000 bis 80.000 € bei einem deutschen Anbieter. Nicht enthalten sind einmalige Posten, die vom Grundstück abhängen: Fundamentarbeiten, Bauantrag, Stromanschluss. Häufig gestellt wird auch die Frage, ob ein gemauerter Anbau günstiger wäre — in der Regel nicht: Massivbau braucht mehrere getrennte Gewerke und deutlich mehr Bauzeit, während der Wintergarten vorgefertigt aus dem Werk kommt. Die vollständige Aufschlüsselung aller Preisfaktoren steht im Kosten-Ratgeber.
Standard im Anbau-Bereich ist Aluminium: witterungsbeständig, wartungsarm und mit schmalen Profilen, die viel Glasfläche zulassen — unser Netzwerk hat hier seinen Schwerpunkt. Holz und Holz-Alu-Kombinationen haben ihre eigenen Stärken; den ehrlichen Vergleich zieht der Ratgeber Alu oder Holz.
Vom kompletten Selbstbau raten wir bei einem Anbau mit Wandanschluss ab: Statik, Abdichtung und Genehmigung sind die drei Punkte, an denen Eigenkonstruktionen am häufigsten scheitern — und bei Eigenmontage entfällt bei den meisten Herstellern die Gewährleistung auf die Montage. Wer Kosten drücken will, fährt mit einem Bausatz samt professioneller Montage meist besser.
Vier Fragen, keine Pflichtangaben vorab. Ihre Preisspanne sehen Sie direkt danach — noch bevor Sie Kontaktdaten eingeben.
Nicht sicher? Wählen Sie, was am ehesten passt — das lässt sich später ändern.
Grundfläche in Quadratmetern. Eine grobe Schätzung reicht.
Die Verglasung entscheidet über Wärmeschutz — und über einen großen Teil des Preises.
Mehrfachauswahl möglich. Nichts davon ist Pflicht — Ihre Preisspanne sehen Sie im nächsten Schritt.
Sie erhalten die vollständige Kostenaufstellung als PDF — kostenlos und unverbindlich.
Deutscher Anbieter —
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Erfahrungswert für polnische Fertigung inkl. Lieferung und Montage. Das genaue Angebot rechnet der Hersteller.
Vergleichswerte deutscher Markt nach Bundesverband Wintergarten und aroundhome.
Ihre Auswahl — Extras können Sie hier ab- oder dazuwählen, der Richtwert passt sich sofort an:

„Preiswert und zuverlässig. Meine Nachbarin hat jetzt auch einen neuen Wintergarten!“
Sabine

„Günstiger als von deutschen Anbietern und sehr professionell und pünktlich.“
Markus

„Endlich haben wir unseren Wintergarten! Und das zum tollen Preis. Koko freut sich auch.“
Fam. Oechsler
Sie hören innerhalb von zwei Werktagen von Polendach Fertigungspartner, dem passenden Partnerbetrieb aus unserem Netzwerk. Die Kostenaufstellung liegt bereits in Ihrem Postfach.
Als unbeheizter Sommergarten ab etwa 350 €/m², als beheizter Wohnwintergarten 1.700 bis 2.800 €/m² über unser Netzwerk – jeweils komplett geliefert und montiert. Dazu kommen einmalige Posten wie Fundament, Bauantrag und Stromanschluss, die vom Grundstück abhängen. Den Richtwert für Ihre Maße liefert der Konfigurator auf dieser Seite in 60 Sekunden.
In der Regel der Wintergarten. Ein gemauerter Anbau braucht Mauerwerk, Dach, Fenster und Innenausbau in getrennten Gewerken und liegt pro Quadratmeter meist deutlich über einem Wintergarten – bei längerer Bauzeit. Ein Wintergarten-Anbau kommt vorgefertigt aus dem Werk und steht als beheizter Wohnraum ab 1.700 €/m² über unser Netzwerk, montiert in wenigen Tagen.
Das regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslands. Ein unbeheizter Sommergarten unter 30 m² ist in vielen Landesbauordnungen verfahrensfrei, ein beheizter Wohnwintergarten dagegen praktisch immer genehmigungspflichtig, weil er Wohnraum schafft und die Wärmedämm-Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes berührt. Verbindliche Auskunft gibt das örtliche Bauamt.
Ja. Ein frostfrei gegründetes Fundament – je nach Boden als Bodenplatte, Streifen- oder Punktfundament – trägt die Konstruktion und verhindert, dass Frost sie anhebt und Glas oder Profile verspannt. Ob eine bestehende Terrassenplatte ausreicht, klärt die statische Prüfung beim Aufmaß; nachträgliche Fundamentarbeiten gehören von Anfang an in die Kostenplanung.
Vier Fragen, 60 Sekunden, keine Verpflichtung. Die Preisspanne sehen Sie, bevor Sie irgendwelche Daten hinterlassen.
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